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Albert Camus

(1913-1960)

"Das Hauptproblem war wieder einmal, die Zeit totzuschlagen. Von dem Augenblick an, als ich gelernt habe, mich zu erinnern, habe ich mich dann überhaupt nicht mehr gelangweilt. Ich beschäftigte mich manchmal damit, an mein Zimmer zu denken, und in der Phantasie ging ich von einer Ecke aus und wieder dorthin zurück, wobei ich im Geiste alles unterwegs registrierte. Am Anfang war es schnell erledigt. Aber jedesmal, wenn ich wieder anfing, dauerte es etwas länger. Ich erinnerte mich nämlich an jedes Möbelstück, und bei jedem einzelnen an jeden dazugehörigen Gegenstand [...]. Je mehr ich nachdachte, desto mehr unbeachtete und vergessene Dinge holte ich so aus meinem Gedächtnis hervor. Da ist mir klar geworden, dass ein Mensch, der nur einen einzigen Tag gelebt hat, mühelos hundert Jahre in einem Gefängnis leben könnte."

Camus, Der Fremde

 

Lebensdaten

1913      Albert Camus wird in Mondovi (Algerien) geboren
1914      sein Vater stirbt nach einer Verletzung in der Marneschlacht in einem 
             Lazarett in der Bretagne
1924-31 Camus kann mit Hilfe eines Stipendiums das Gymnasium besuchen
1931      Ausbruch der Lungentuberkulose
1933-36 Philosophiestudium an der Universität Algier
1934      Heirat mit Simone Hié
1934      Beitritt zur Kommunistischen Partei Algeriens
1935      Lizentiat in Philosophie
1936      Trennung von Simone Hié
1937      Ausschluss oder Austritt aus der Kommunistischen Partei
1938      Mitarbeiter der Zeitung "Alger républicain"
1939      Camus freiwillige Meldung zum Wehrdienst wird auf Grund der Tuberkulose 
             abgelehnt
1940      Camus zieht nach Paris
1940      Heirat mit Francine Faure
1943-44 Camus arbeitet als Journalist bei der Widerstandszeitung "Combat" und 
             übernimmt dann die Leitung; erste Bekanntschaft mit Sartre
1945      Geburt der Zwillinge Jean und Catherine
1947      Roman "Pest" erscheint und Camus wird berühmt
1952      Infolge der Veröffentlichung von "Der Mensch in der Revolte" kommt es zum 
             Bruch zwischen Camus und Sartre
1953      Theaterarbeit in Angers
1956      Reise nach Algerien
1957      Camus erhält den Nobelpreis für Literatur
1960      Camus kommt bei einem Autounfall auf der Fahrt von Lourmarin nach 
             Paris im Wagen von Michel Gallimard ums Leben

 


  

Dokumente

Albert Camus' Naturerlebnisse zwischen sinnlich-leiblichen Erfahrungen und Denkerfahrungen.

Die Psyche als Refugium der Metaphysik: Albert Camus und der Ausschluss aus dem Intérieur

 

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