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Derrida

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Jacques Derrida

(1930 - 2004)

"Ich misstraue der Utopie, obwohl sie uns motiviert, den Alibis und all den angeblich realistischen und pragmatischen Abdankungen zu widerstehen. In gewissen Kontexten lässt sich die Utopie - oder zumindest das Wort - allzuleicht mit dem Traum in Verbindung bringen, mit Demobilisierung, mit einem Unmöglichen, das eher zum Aufgeben drängt als zum Handeln. Das Un-Mögliche (l'impossible), von dem ich häufig rede, ist nicht das Utopische. Im Gegenteil. Das Un-Mögliche gibt dem Wunsch, der Handlung und der Entscheidung die Bewegung. Das Un-Mögliche ist die Figur des Wirklichen selbst. Es hat deren Härte, Nähe und Dringlichkeit. Das Un-Mögliche, wie ich es in zahlreichen neueren Texten interpretiere, das ist die Dringlichkeit des Augenblicks, hier und jetzt, in den einzigartigen Situationen. Dieses Un-Mögliche ist nichts Negatives, es ist eine Bejahung. diese Bejahung erlaubt uns, auf kritische Weise den Pseudohandlungen, den Pseudoentscheidungen und den Pseudoverantwortlichkeiten Wiederstand zu leisten."

J. Derrida, Interview mit der "Zeit" (2001)

 

Lebensdaten

1930      geboren in El Biar im französischen Algerien 1952 Besuch der "Ecole 
             normale supérieure" (ENS)
1954      Bekanntschaft mit Michel Foucault
1957      Derrida und Marguerite Aucouturier heiraten in Boston
1967      "La voix et le phénomène" ("Die Stimme und das Phänomen"), "De la 
             grammatologie" ("Grammatologie"), "L'écriture et la différence" ("Die Schrift 
             und die Differenz")
1968      Derrida hält Seminare an der FU Berlin 
1971      Vortrag von "Signatur Ereignis 
             Kontext" in Montreal
1981      Gründung der Gesellschaft "Jan Hus" für verfolgte tschechische 
             Intellektuelle. Derrida wird in Prag wegen angeblichem Drogenhandel 
             verhaftet und nach internationalen Protesten ausgewiesen
1983      Derrida wird erster Direktor des "Collège international de philosophie". 
             Veröffentlichung von "Pour Nelson Mandela".
1997      Derrida verfasst den Text "Adieu, à Emmanuel Levinas" für den am 
             26.12.1996 verstorbenen jüdischen Philosophen.
2001      Derrida erhält den mit 100'000 Mark dotierten Adornopreis
2004      Derrida stirbt in Paris an einer Krebserkrankung.

 

 


   

Dokumente

Derridas Metaphysikkritik: Von der Grammatologie zur Grammatographie

Eine Einführung

Jacques Derrida, Adieu

kk
 

 

 

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